Prinzipiell
unterscheiden wir zwischen, idealer und statistischer Norm
Man
versteht darunter, was für das Individuum speziell normal ist.
Für
einen Husky mag es normal sein, dass er pro Tag zwanzig Kilometer läuft, um zu
Trainieren.
Für die
durchschnittliche Bevölkerung ist dies sicher nicht die Norm.
Darunter
verstehen wir was als ideal anzustreben ist.
Ideale
oder ideelle Norm wäre es für Menschen, z.B.: weder Alkohol zu trinken noch zu
Rauchen.
Darunter
versteht wir, was im Durchschnitt zu beobachten ist.
Wie verhält
sich zum Beispiel im Durchschnitt eine bestimmte Tierart oder –Rasse.
Im
Rahmen der Verhaltenstherapie sind vor allem die statistische und individuelle
Norm relevant. Darauf bezog sich auch der obige Satz, dass die Kenntnis des
Normalverhaltens, in unserem Fall des Hundes, unabdingbare Voraussetzung für
die Verhaltenstherapie ist. Aber auch die Kenntnis der individuellen Norm des
betreffenden Patienten, zu der man durch eine exakte Erhebung der Anamnese kommt
ist gleichbedeutende Voraussetzung. Der Hundebesitzer kennt weniger das
Normalverhalten des Hundes im statistischen Sinn sondern das individuelle
Verhalten seines Hundes. Wenn sich dieses verändert, dann sucht er den
Verhaltenstherapeuten auf.
Das Normalverhalten des Hundes darf bereits als bekannt vorausgesetzt werden. Trotzdem werden in der Folge kurz die wichtigsten Entwicklungsphasen des Hundes dargestellt, da hier bereits die Ursache für Verhaltensabweichungen oder –Störungen vorliegen können. Bei der Erhebung der Anamnese (Krankheitsgeschichte) sollte versucht werden, über diese Phase möglichst genaue Auskünfte zu bekommen.
Vegetative Phase: 1.-2. Lebenswoche
Übergangsphase: 3.Lebenswoche
Prägungsphase: 4.-7. Lebenswoche
Sozialisierungsphase: 8.-12. Lebenswoche
Rangordnungsphase: 13.-16. Lebenswoche
Rudelordnungsphase: 5.-6. Lebensmonat
Pubertätsphase: 7. Lebensmonat
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